einen Tag

oder eine Woche oder eben bis alle “dran waren” so lange dauern hier die zwei großen Tage mitten im Winter: Heiliger Jakobus und Heilige Anna

Also das war auch für mich eine “Prämiere” in den 32 Jahren seit der Priesterweihe: Drei Messfeiern an einem Samstag Vormittag. Und jede Messfeier zu Ehren des San Santiago Matamoros. Hier in Bolivien wird der hl. Jakobus weniger als Apostel gefeiert als mehr nach dem Standbild in der großen Wallfahrstkirche von Santiago de Compostela in Spanien, als Kämpfer und Befreier. Viele Familien haben sich den Hl. Jakobus als Schutzpatron des Hauses ausgewählt. Und so muss dann eben auch jede Familie eigens für “ihren Heiligen” eine Feier organisieren.

Mit Musikkapelle, Böllern und Krachern geht es vom Haus in Prozession in die Kirche

und bevor die Feier beginnen kann werden noch schnell besondere persönliche Wünsche der Familie angehört.

Und ganz wichtig ist, dass jeder persönlich am Ende der Feier mit Weihwasser gesegnet wird.

 

Und dann braucht es auch noch ein Andenken für das Fotoalbum der Familie

 

Für mich selber war das auch ein besonderer Tag, denn die Feiern fanden in der Kirche statt wo ich 2012-2013 Pfarrer war

Und da gibt es dann halt viel zu erzählen was sich so alles getan hat in der Zwischenzeit …. und was noch an die zwei Jahre erinnert

(Die Dankesurkunde in Stein für die Anschaffung der Bänke für die Kirche in einer Aussenstation der Pfarre steht noch immer auf dem Regal in der Sakristei)

ich war heute

wieder einmal auf dem Postamt in Tarija. Es ist das letzte, das noch offen hat im ganzen departamento (Bundesland) von Tarija, das dreimal so groß ist wie Tirol und zählt knapp eine halbe Million Einwohner.

Doch es war so wie schon seit Anfang des Jahres: gähnende Leere

und nur noch eine “Christl von der Post”, deren Aufgabe sich mittlerweile darauf beschränkt, den Leuten, die sich noch ins Postamt “verirren” freundlich wie immer zu sagen: Leider nein

aber vielleicht kommen Sie nächste Woche noch einmal, vielleicht dürfen wir die Arbeit wieder aufnehmen und vielleicht gibt es dann auch wieder Briefmarken ….

26. Juli

fromm

 

süß

 

klein

 

auch für den großen Hunger

und ganz besonders gemütlich

zieht sich das Heilig-Anna-Fest (Omatag) über mehr als einen Kilometer durch eine ansonsten stark frequentierte Straße mitten durch die Stadt Tarija

 

 

Ist schon ein gutes Gefühl

 

wenn man sagen kann: Mission erfüllt – Mission completed

Bei meinem letzten Besuch in der Diözese Eldoret in Kenia habe ich erfahren dürfen, dass die Ortskirche keine personelle Hilfe mehr von außen braucht. Und das ist das Ziel eines jeden Missionars irgendeinmal überflüssig zu werden. Bei mehr als 120 aktiven Priestern und weiteren 92 Seminaristen ist die Diözese wirklich von einer Missions- zu einer Ortskirche gewachsen. Mit einem gewissen Stolz kann ich sagen, dass ich nun wahrscheinlich wohl der letzte Missionar war, der in dieser Diözese das Kreuz aufgerichtet hat.

Doch nicht bloß in Eldoret, auch in Nairobi habe ich etwas so Großartiges erleben dürfen, das wohl wenigen Missionaren beschieden ist: aus der Bretterbudenkirche von Kayole aus dem Jahre 1992 entstand inzwischen ein ganzes Dekanat. Ein Dekanat, das ein wesentlicher Bestandteil der Erzdiözese Nairobi ausmacht und Gottesdienstbesucherzahlen aufweist, die andere dort herum “neidisch” werden lässt.

Deshalb kann ich nun mit “zwei lachenden Augen” sagen: Mission erfüllt!

 

 

 

Ostern-Pascua-Easter 2018

 

Aufstehen – vom Schlaf

– vom Boden

 

AUFSTEIGEN – wie das OSTERFEUER

                           – wie der Rauch

                           – wie der Blumenstrauch

 

AUFERSTEHEN – zu neuen Visionen

                               – zu neuen Horizonten

                               – zu Neuem Leben

 

In der Nachfolge Jesu:
           Aufstehen  –  aufsteigen   –   Auferstehen

 

Aus der Oasen-Stadt Lodwar im Norden von Kenia

GESEGNETE OSTERFEIERTAGE

FELICES PASCUAS

BLESSED EASTER