…. sein Drumherum Nr. 3

also warum so viel Mais und Erdäpfel ….? Und ein Acker ist schon gepfügt für die Aussaat von Gerste und Hafer.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Denn so langsam wird das Grünfutter knapper. Der Mais wird – wenn alles klappt bis Anfang Mai – siliert und die Gerste und der Hafer soll dann Grünfutter sein. OLYMPUS DIGITAL CAMERA Vom Stall selber wollte ich kein Foto machen, denn der Auslauf reicht, um zu wissen wie es dort drinnen aussieht. Bei der Tränke im Auslaufgelände muß sich das Vieh schon ganz schön bücken, denn der Mist hat sich in den letzten Jahren auf sage und schreibe einen Meter angehäuft. Doch dem wollen wir nun am Dienstag Abhilfe schaffen und die Äcker der Gerste und des Hafer ordentlich düngen.

Anfang Februar haben mir diese „Rindvieher“ ganz schön Nerven gekostet: der bis dahin Angestellte kündigte mit Ende Januar. Nach langem Suchen habe ich dann eine Frau gefunden, die ganz begeistert samt ihrer Familie die Landwirtschaft leiten wollte. Nur am Tag nach dem Abschied des vorigen, tauchte niemand auf. Und so stand ich da mit 19 Stück und 8 davon zum melken …… Gut, daß unter den 19 Stück vier Kälber waren, die haben für einige Tage die Arbeit des Melkens übernommen….. denn bei drei bis vier Liter am Tag reichten zwei Kühe für ein Kalb. Doch selbst in einem Kuhstall geschehen manchmal auch „Zeichen und Wunder“.  Von einem Tag auf den anderen – mit den zwei neuen Frauen, die den Kuhstall jetzt unter sich haben, hat sich die Menge der Milch von einem Tag auf den anderen um unglaubliche 60 % vermehrt. Danach war mir klar warum der Zaun hinter dem Kuhstall so große Löcher hat …. und es bewahrheitet sich nicht nur in diesem „Drumherum“: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

 

 

 

 

 

… sein Drumherum Nr. 2

Also da gibt es drumherum nicht nur genug Platz, um einen Erdäpfelacker zu bebauen. Spricht man in Bolivien von Tarija, denkt jeder sofort an WeinbauOLYMPUS DIGITAL CAMERA und diese Rebstöcke gehören zu dem Drumherum Nr. 2. Die Weinlese für die frühen Trauben beginnt so Mitte/Ende Januar und Anfang März sollte alles den Weg in die Weinkellerei gefunden haben. Allerdings sind wir immer noch mit der Weinlese beschäftigt …. denn die Witterung ließ es nicht zu.OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA Die große Weinkellerei, an die die vergangenen Jahre geliefert wurde, hat uns heuer in Stich gelassen, und so müssen wir nun sehen, die Trauben kistenweise an den Mann zu bringen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Auch das gehört zum Drumherum. Gleich unter dem Bildungshaus haben sich Tümpel gebildet, die richlich Schilf produzieren. Das ideale Material um die Rebzweige an den Drähten zu befestigen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Dort wo wir Mitte Dezember die Erdäpfel geerntet haben, haben wir Ende Januar Maiz gesät und nach sieben Wochen sieht dieses Feld so aus OLYMPUS DIGITAL CAMERA und da kann es schon auch vorkommen, daß die Wäsche vom „Feldeinsatz“ etwas abbekommtOLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

 

 

Hinter die Kulissen schauen …

… wäre wohl ratsam gewesen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Es ist nicht die einzige Tür ohne Klinke, andere haben zwar eine, doch die Tür läßt sich selbst mit einem kräftigen Ruck nicht schließen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Und daß es zuweilen mit der Stromversorgung nicht so recht klappt, hat nicht nur mit der „Tiwag“ zu tun….

Schwieriger wird es allerdings nach einem heftigen Regenguß, denn dann sprudelt „teefarbenes“ Wasser für die nächsten zwei Tage aus dem Wasserhahn.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Alles „biologisch“ … Putzmittel wurden sehr spärlich eingesetzt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA und den Küchenherd gibt es in dieser Ausführung.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Gut, Warmwasser gibt es in der Küche keines, also ist das Sauberhalten auch nicht so einfach.OLYMPUS DIGITAL CAMERA An Stühlen haben wir keinen Mangel, es gibt sie in jeder Form, … brauchbar oder auch nicht mehr brauchbar. Der Tischler hat hier schon gute Arbeit geleistet und an die 100 wieder so weit zusammengeleimt, daß man sich auch daraufsetzen kann.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Und die Maurer sind fleißig dabei Stufen einzuebnen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

 

 

 

Das Bildungshaus und sein Drumherum Nr. 1

Wovon die einen schwärmen, davon möchten die anderen am liebsten nichts mehr hören: Um das Exertien- und Bildungshaus der Diözese gibt es genug Ackerfläche, um darauf etwas anzupflanzen: z.B. Kartoffel

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Und das war eine meiner ersten Aufgaben als Bauer, gleich Anfang Dezember, die Kartoffelernte zu organisieren: Säcke, Leute, Essen, Cocablätter, Wein, ….  an die 15 Leute waren 9 Tage lang damit beschäftigt etwas über 500 Säcke (ca. 40 kg) in drei Kategorien zu füllen.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Die roten Säcke für die nächste Aussaat, die grünen für den Verkauf und Eigenbedarf. OLYMPUS DIGITAL CAMERA Der Traktor und die Pflüge sind auch schon in die Jahre gekommen (über 20 Jahre) und haben sehr selten einen Mechaniker „gesehen“; beim Anhänger fehlten zwei Räder, 10 Liter Hydrauliköl, Radiator schweißen, … ja und dann war er wieder einsatzfähig.                                             OLYMPUS DIGITAL CAMERA Am 17. Dezember haben wir die letzten Erdäpfel geerntet und am 5. Februar war die neue Aussaat. So wie es jetzt aussieht wird es diesmal mit der Ernte schlecht aussehen – so viel Regen, daß sie fast eine Woche im „Schlammbad“ lagen. Da heißt es dazulernen: nur etwa sieben Wochen seit der Ernte und dann sollen die Erdäpfel schon wieder austreiben? – hier hilft man sich mit „Hormonpastillen“ und so erreicht man zwei Kartoffelernten in einem Jahr.

 

 

 

 

Beim zweiten Hinschauen

sieht das Ganze schon ein wenig anders aus.

In den vergangenen Jahren hat sich so manches angehäuft, was nicht unbedingt zur Attraktivität eines Bildungs- und Exertienhauses beiträgt. Über 20 Säcke voll Flaschen haben wir schon einmal entsorgt.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Was da zuviel ist, fehlt auf der anderen Seite: es gab keine Besuchertoilette und die Leute, die sich nur für einen Vortrag im großen Saal versammelt hatten, mußten sich einen Baum oder Strauch aussuchen für ….OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA OLYMPUS DIGITAL CAMERA Beim aller Notwendigsten wollten wir einmal anfangen und es so langsam etwas mehr zeitgerecht umgestalten. Obwohl alles ebenerdig ist, präsentiert sich dieses Zentrum als „Haus der 1000 Stufen“.OLYMPUS DIGITAL CAMERA Wo nicht anders möglich versuchen wir durch Rampen das Zentrum auch für ältere und behinderte Menschen zugänglich zu machen. Was sich auf der einen Seite an Unrat angesammelt hatte (Flaschen) fehlt auf der anderen Seite an Brauchbarem („ist halt so einfach verschwunden“). Und um dem in Zukunft etwas zuvor zu kommen, gestalten wir einen Raum in ein Magazin um und den daran anschließenden in ein Büro, damit die Verwaltungsarbeit nicht mehr in der Küche gemacht werden muß.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Ein Anfang ist gemacht.