Der Anfang ist gemacht

allem Anfang wohnt ein Zauber inne

oder

aller Anfang ist schwer

ja vielleicht wäre es besser anstelle des „oder“ ein „und“ zu setzen, denn für mich trifft nun wirklich beides zu. Es ist wieder herrlich hier unter den „altbekannten“ Leuten zu sein und ihre „Willkommenskultur“ zu geniesen. Und da ließ sich auch der hiesige Bischof nicht lumpen und hat mich gleich zweimal zum Abendessen in seine Residence eingeladen. Und der Benediktiner Pater Reinhard Böttner aus dem Schwabenland, der bereits 45 Jahre lang hier in der Diözese Eldoret als Missionar tätig ist, hat mich in sein Haus eingeladen, um von hier aus die nötigen Dinge in der Stadt Eldoret erledigen zu können.

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Und hier verbringe ich bis jetzt immer noch die meiste Zeit. Und das aus verschiedenen Gründen. Zum einen muß ich immer noch an der Stelle sein, um nötige Dokumente zu unterschreiben für die Einreisegenehmigung, Ausländerausweis, Arbeitserlaubnis, …. Und es ist zugleich auch eine gute Gelegenheit die Stadt besser kennenzulernen, ganz besonders die Einkaufmöglichkeiten und die Firmen.

Und das ist der zweite Grund mich hier in Eldoret immer wieder aufzuhalten, denn in Emsea „ist es halt so eine Sache“

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Das Gebäude, das früher einmal eine Tagesklinik und jetzt schon jahrelang unbenützt war ist noch nicht sonderlich wohnlich. Es war zwar unbenützt aber ist nicht unbewohnt ….

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und so bauen sich die Termiten nicht nur ihre Türme vor dem Haus, sondern suchen sich reichlich Nahrung in den Holzrahmen der Fenster und Türen.

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Von Sonnenuntergang an habe ich Turnübung und nach dem Kehrdienst am Morgen darauf  wird fast jedes mal eine Kehrschaufel voll.

 

Doch das ist nur die eine Seite der neuen Pfarre. Leider hatten wir bis vor kurzem keinen Strom (drei Masten sind umgefallen) und so habe ich von der anderen Seite der Pfarre noch keine Fotos. Doch auch da geht es genauso lebhaft her: sei es die Katechistenversammlung oder ganz besonders Sonntags beim Gottesdienst.

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Bis jetzt kenne ich die Pfarre mehr oder weniger nur von der Landkarte her, da das Auto, das mir die Diözese zur Verfügung stellt, bereits die siebte Woche in der Werkstatt ist (jetzt weiß ich auch warum der Finanzkammerdirektor so „großzügig“ war). Das Auto und das Wasser sind momentan noch die zwei größten Hindernisse mit für längere Zeit in der Pfarre aufzuhalten.

15 Dörfer, die bislang zu drei verschiedenen Pfarreien gehörten bilden seit dem Pfingstsonntag dieses Jahres die Pfarre Emsea. Das Gebiet ist ungefähr 30 km lang und 10km breit. Zwei Gymnasien, eine Volkschule und eine Einrichtung für sehbehinderte Kinder werden in Zusammenarbeit mit der Pfarre geleitet. Daneben gibt es im Pfarrgebiet noch zahlreiche andere Schulen, an denen insgesamt an die 9.000 Kinder unterrichtet werden. Also wirklich eine junge Pfarre. Also bleibt für jetzt die Anfangsschwierigkeiten wegzuzaubern.