Wer hätte das gedacht,

daß aus dem Anstimmen einiger Lieder durch Felix vier Kirchenchöre entstehen würden

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daß aus einer Hand voll fleißiger Helferinnen eine katholische Frauenrunde von 400 Mitgliedern wird

 

 

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daß heute auf dem Fuhrpark der Pfarre Kayole sieben Busse stehen nachdem  1992 mit Hilfe von Miva-Austria ein Privatauto angeschafft werden konnte.
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daß aus der Slum Pfarre Kayole innerhalb von 25 Jahren sieben eigenständige Pfarren entstehen: Pfarre zum Göttlichen Wort, Kayole; Pfarre zum Hl. Josef Freinademetz, Ruai;Pfarre St. Peter, Ruai; Pfarre St. Joachim und Anna, Soweto; Pfarre zu Maria Empfängnis, Mihango; Pfarre St. Monika, Njiru; Pfarre zum Hl. Vinzent, Kamulu

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daß ein Ferialjob im Pfarrbüro der Anfang war und der jetzige Pfarrer um die 200 Voll- und Teilzeitangestellte beschäftigt.

 

daß mit tausenden „Bettelbriefen“nach Österreich und Ansuchen um finanzielle Unterstützung bei den Diözesen Köln, München, Freiburg, Bozen-Brixen, den Hilfswerken Bruder&Schwester in Not, Innsbruck; Missio Aachen; Missio München; Kirche in Not und Caritas, Vorarlberg der Grundstein gelegt wurde wo heute die Pfarre Kayole aus Eigenmittel eine 16 klassige Volkschule, eine Pfarrkirche mit über 1000 Sitzplätzen und ein Pfarrhaus gebaut hat.

daß die Pfarrkirche Kayole mit 1800 Sitzplätzen und fünf Sonntagsmessen zu klein geworden ist

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und deshalb auf beiden Seiten über 300 Quadratmeter überdacht wurden
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daß ein Projekt eines „typischen Europäers“ mit Freude von einem Philippino, dann von einem Indonesier, später von einem Mexikaner und heute mit großem Erfolg von einem Ghanesen weitergeführt wird.

daß sich die Flüchtlinge aus Ruanda, die noch in Nairobi blieben, sich so harmonisch in die Pfarrgemeinde einfügen und heute den Flüchtlingen aus dem Südsudan dort helfen wo sie selbst einst Hilfe erfahren haben.

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daß dort wo einst Winni, Margaret und Felix die Predigt des Pfarrers von Englisch auf Kiswahili übersetzten heute durch Zeichensprache auch die tauben Menschen die Gottesdienste mitfeiern können und 20 Monitoren die Mitfeier aller gewährleisten.

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daß die Pfarre Kayole unter so einem „Guten Stern“ steht

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Ich hätte mir vor einem Jahr nie gedacht, daß die Diözesanpriester von Tarija

… nicht wissen wozu der Wasserkanal gebaut wurde

… beim neuen Tor hineingehen und es nicht wahrnehmen

… auf die Grotte beim Eingang schauen und sie nicht sehen

… sich nicht sicherer fühlen, wo keine offenen Elektrokabel mehr von den Wänden hängen

… es nicht bemerken, daß nun das ganze Bildungs- und Exerzitienhaus barrierefrei ist

… nicht wissen warum die acht Kühe die letzten acht Jahre keine Kälber hatten

… lieber 500 Euro einmal in der eigenen Tasche haben, als ein nachhaltiges Finanzierungsprojekt der ganzen Diözese

… mir den Vorwurf machen sie alle zusammen während der Jahresexerzitien vergiften zu wollen.

Traurig, aber wahr!

 

Und mit diesem „Kehraus“ beende ich dieses Jahr mit weinenden Augen und einem frohen Herzen und wünsche Dir,“Enk“ und Ihnen

Ein Jahr der Barmherzigkeit

Ein Jahr des Vertrauens

Ein Jahr des Erfolges

Ein Jahr der Freude

Ein Jahr guter Gesundheit

Ein Jahr, das unter einem „Guten Stern“ steht

Das Jahr  2016 von Gott gesegnet

 

 

 

 

Asante sana-thank you so much

das waren die Worte, die ich die vergangenen zwei Wochen am häufigsten gehört habe:

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Wie geht es Deiner Mutter? Was machen Deine Schwestern? Sag Ihnen wir sind ihnen so dankbar ….ja und dem Künstler

Schau Father, uns geht es heute so gut und du hast damals unsere Ehe gesegnet ….Wir haben schon große Kinder und sie sind unser ganzer Stolz, dazu noch dieses Auto …. thank you so much Father

Das bist du hier auf dem Foto, bei meiner Taufe. Meine Mutter ist schon vor Jahren gestorben, doch sie hat mir dieses Foto gegeben, damit ich immer daran denke wer mich getauft hat: Thank you so much – Asante sana, Father.

Von einem super schmackhaften Mittagessen bis spät abends verbrachte ich bei einem erlesenen Tropfen Wein mit drei ehemaligen Ministranten. Sie wollten mir zeigen was aus ihnen geworden ist: alle drei haben mir ganz stolz ihre Frauen vorgestellt und mich gebeten ich sollte doch ihre Häuser segnen, das vom Fred, Mike und Robert. „Und hier ein paar Geschenke“, “ wir sind so dankbar für das was du für uns warst und für uns getan hast“.

Schau Father, sagte die Mesnerin, das sind die Kleider, die wir damals als Mess-tänzerinnen getragen haben, sie sind noch immer in Gebrauch. Vielen Dank Father.

Brd. Karl,IMG_0281 ein Steyler Architekt und Bauherr, sagte mir, wenn immer ich ein neues Gebäude in der Pfarre angehe, dann sagen mir die Leute: gut, aber es muß so fest gebaut sein, wie es Father Hermann gemacht hat und der jetzige Pfarrer fügte hinzu: Du hattest einfach eine Weitsicht und Vision: alle sind wir dir so dankbar.

 

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Lucy, die damalige Pfarrsekretärin, sagte mir in aller Offenheit und Ehrlichkeit: “ ich erzähle meinen drei Töchtern und meinen Enkeln immer wieder, als ich beim Father Hermann eine fixe Anstellung bekam, da habe ich mich gefangen und ein mehr geordnetes Leben begonnen. Weißt du, ich bin dir so dankbar dafür.

Ach du bist der Father Hermann. Du hast uns da was großartiges hinterlassen: jetzt haben wir sogar eine Entbindungsstation und mehr als zwanzig Betten: ja schon fast ein richtiges Krankenhaus:

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Wir Schwestern kamen erst als du schon weg warst, aber wir haben viel von dir gehört und sind dir so dankbar.

Wenn ihr morgen zum Jahreschluß-Dankgottesdienst geht, dann sollt ihr wissen, hier in Kenia gibt es viele Menschen, die Euch ganz herzlich Vergelts Gott sagen, denn all das was ich dieser Tage gehört habe, das gilt Euch, denn Ihr wart es die es ermöglichten.

 

 

 

 

 

Nachgeholt

Schon während meinem Urlaub Mitte des Jahres wollte ich diese Reise unternehmen, und so habe ich sie jetzt als Umweg genommen:
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Mein erster Besuch galt dem ehemaligen Erzbischof von Nairobi: Raphael S. Ndingi Mwana Nzeki. Wir haben ja die Bischofsresidenz zwei Jahre lang miteinander geteilt.
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Erzbischof Maurice Michael Kardinal Otunga, hatte seinen Rücktritt als Erzbischof so lange hinausgezögert bis er die Kirche, die ihm so viel Freude machte, weihen konnte. Und er scheint sie jetzt vom Jenseits her weiter zu begleiten.
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Aus diesem Gebäude ist
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dieses entstanden.
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Doch auch in diesem „Kirchengebäude“ konnte man groß freiern: wie z.B. am 4. Januar 1993 die Silberhochzeit meiner Schwester Loise.

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Dieses Foto hat es in sich und deshalb gleich noch einmal. Wie die Mitbrüder hörten, daß ich in Nairobi bin, haben sie mich unbedingt dort haben wollen am 4. Adventsonntag, denn unter den über 200 Kirchen der Erzdiözese wurde die Kayole Kirche als einzige neben dem Dom von den Kirchen in der Stadt auserkoren eine „Heilige Pforte“ zu haben. Und diese wurde am 4. Adventsonntag geöffnet. Und wie mir der Pfarrer erzählte war der Kommentar des jetzigen Kardinals von Nairobi bei seinem ersten Besuch: „Das ist ja keine Kirche, das ist ein Dom“!

Aus Dankbarkeit für die Aufbauarbeit hat vor ein paar Jahren der Pfarrgemeinderat beschlossen, einem Raum auf dem Gelände meinen Namen zu geben. Mit meinem Namen steht dort unsichtbar aber fest hineingeschrieben: Verwandte, Freunde und Wohltäter

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Im nächsten Eintrag noch etwas mehr über das „Innenleben“ dieser Pfarre.

 

 

 

Unglaublich

Vor knapp einer Woche war ich an der Pforte von einem Benediktinerkloster, weil ich dort jemanden besuchen wollte, und da höre ich von der Seite her eine junge Frau auf mich zukommen und rufen: „ist es wahr?! Father Hermann“ „ich erinnere mich immer noch an dich, denn du hast uns zu Ostern gefärbte Eier geschenkt. Ich war damals  in der ersten Klasse Volksschule, aber das vergesse ich nie ……

Ja und das ist jetzt beinahe zwanzig Jahre her.

Sobald ich eine bessere Internet Verbindung habe, die auch länger als zehn Minuten hält, kommen auch noch ein paar „unglaubliche“ Fotos nach.